Hier geht’s weiter auf unserer Abenteuerreise….!
INHALTSVERZEICHNIS:
Report 7: Einreise nach Weiss-Russland
Report 8: Ivangorod-St. Petersburg-Moskau
Report 9: Der Goldene Ring
Report 07: Einreise nach Weiss-Russland
Gefahrene Strecke: EST – Narva nach RUS – Iwangorod
| Wie gelangt man mit einem in der Schweiz eingelösten Fahrzeug nach Russland? Viel abklären und viel Geduld, das ist vor allem wichtig! Alles andere war bei uns relativ einfach. Als erstes muss man bei seiner Schweizer Versicherung die Grüne Versicherungskarte bestellen. Oh – Schreck! Viele Länder sind da aufgelistet. In allen aufgeführten Ländern (ausg. Die durchgestrichenen Länder) ist die Schweizer Versicherung gültig. Nur komisch weshalb ist z.B. RUS aufgeführt und gleich wieder gestrichen? Fragte ich mich. Alle aufgeführten Länder haben gemeinsam einen Vertrag abgeschlossen in denen man die Versicherung dieser Länder akzeptiert. Naja da ist man ja immer noch nicht schlauer, RUS ist durchgestrichen. Unsere Versicherung, die AXA, ist zwar in dieser Versicherungsgemeinschaft mit dabei, jedoch akzeptiert/versichert die Risiken in diesem Land nicht. Wahrscheinlich kennt sie die russischen Autofahrer (grins). Wenn du nicht weisst was damit gemeint ist, schau mal unter YouTube unter russische Autofahrer nach.
Nach einigen Recherchen gibt es wirklich Versicherung die das Risiko RUS auch versichern, bitte frag bei deiner Versicherung nach! |
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| Vor Grenzübertritt musst du dich unbedingt über GoSwift registrieren. Das geht jedoch nur ONLINE über die Adresse www.estonianborder.eu oder www.eestipiir.ee. Welche Angaben brauchst du? Fahrzeugausweis, Pass mit Visum und eine Kreditkarte.
Du wählst deinen Fahrzeugtyp A für Motorräder und B für PKW und Wohnmobile (egal wie schwer). Du füllst deine Angaben aus und wählst deine gewünschte Übertrittzeit. Achtung, kurzfristig ist eher schlecht. Plane doch ca. 1 Tag im Voraus. Am Schluss kannst du noch zusätzlich ein Häklein setzen, wenn du 7Std bzw. 3Std vor deiner Ankunftszeit in der Waiting-Area eine SMS erhalten willst. Wir haben das getestet, bei uns hat es perfekt geklappt. Bezahle die geforderte Summe mit deiner Kreditkarte. |
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| Begebe dich zur gewünschten Übertritts Zeit in die Waiting-Area. Diese befindet sich in Narva – Rahu 4A. Fahre vor die Schranke und melde dich an. Man wird dich in eine Kolonne einweisen. Unterhalb dieser el. Tafel, befindet sich die Karte mit der Wegbeschreibung zum Zoll. Schau auf die elektrische Tafel. Erscheint deine Auto-Nr. auf dieser Tafel, begebe dich zu Fuss zum Häuschen zwischen Tafel und Ausfahrtsschranke. Vergiss nicht deinen Fahrzeugausweis, Führerausweis und Pass mit Visum mitzunehmen. Du erhältst dort deine Registrierungsnummer. Kehre zurück zum Wagen und fahre nun zum Zoll. Du stehst nun vor einem riesigen Stahltor. Dieses öffnet sich erst, wenn ein Schalter frei ist. Es dauerte einige Zeit. Mit unserem Womo ist es äusserst knapp. Wir wissen nun, wie sich eine Maus in der Mausefalle fühlt! Wir sind immer noch auf der Estnischen Zoll-Seite. Die Zollbeamtin fragte uns nochmals: „Wollen sie wirklich nach Russland?“ und „ Waren Sie schon mal in Russland?“ Anschliessend prüfte die Zollbeamtin noch kurz unser Fahrzeug. Alles OK, wir werden aus der Mausefalle entlassen, wir fahren zur nächsten Schranke. Oje, was ist nun los?….Die Schranke bleibt geschlossen. Haben wir etwas vergessen? Müssen wir nochmals zurück? …Die Schranke bleibt zu. Was ist bloss los? Noch mehr fühlen wir uns in der Falle. Ein Hin und Her….ein Zöllner kommt zur Schranke und öffnet diese mit Manneskraft. Die Schranke erschrak wohl zu sehr, als sie uns sah und gab den Geist auf. Auf geht’s zur nächsten Schranke… | |
| Nun stehen wir vor dem Russischen Zoll. Vor uns stehen Fahrzeuge in 2 Kolonnen. Linke Kolonne LKW’s, rechte Kolonne PKW’s und unser Womo. Wir warten…wer ist wohl zuerst an der Reihe? PKW oder LKW? – Yeahh wir sind die Ersten! An der Schranke erhalten wir 2 Wareneinfuhrscheine. Beide müssen für den Fahrer und Fahrzeug ausgefüllt werden. | |
| Wir fahren über die Brücke, links zur eigentlichen russischen Grenzkontrolle. Diese ist auch in zwei Teile aufgeteilt – vor der Pfütze und nach der Pfütze. Vor der Pfütze werden die Pässe mit Visum geprüft und die Migrationskarte erstellt. Ein sehr netter russischer Zollbeamte erklärt uns den weiteren Vorgang und wir können (durch die riesen Pfütze) zum zweiten Posten fahren. Der zweite Posten kontrolliert unser Fahrzeug. Schränke auf und „guck mal.“ Schnell sind sie fertig, Nun kommt das Ding mit dem Warenschein. Ich musste es zweimal ausfüllen, bevor die Dame im Häuschen glücklich war. Drum bitte Kugelschreiber mitnehmen. Ein Warenschein bleibt beim Zoll, der zweite Warenschein erhält man abgestempelt zurück und ist wichtig für die Ausreise aus Russland. Geschafft! Alles in Allem knappe 2 Stunden Zoll-Phase. | |
| Kaum auf russischem Boden, fahren wir beim nächsten orange-grünen Licht mit der Aufschrift „CTPAXÓBKA“ rechts ran. Wir benötigen ja noch die russische Versicherung für unser Fahrzeug. Es ist nachts um 2Uhr. Doch das Versicherungsbüro hat geöffnet. Fleissige Leute hier. Wieder nehmen wir unsere Dokumente mit. Die Versicherungsfrau versteht uns auf Anhieb, wir sie allerdings nicht. Sie spricht nur russisch. Schnell und Professionell füllt sie ihre Papiere aus, kassiert ein und macht noch drei Erinnerungsfotos. Unser MAN ist nun ein Volkswagen MAN. Naja, Hauptsache die Stamm-Nr. ist richtig. Das kostet uns knappe CHF 100.-. | |
| Achtung bei der Einfuhr nach Russland! Vor der Einreise nach Russland bitte unbedingt die Einfuhrbestimmungen beachten. Verboten sind rohes Fleisch, roher Fisch und rohe Eier. Begrenzung bei: Fertigprodukten, Milchprodukte, Wurstwaren, Konserven und Fischerzeugnisse. Auch achten auf Einschränkungen aus bestimmten Ländern. Saatgut, Pilze und Kartoffeln unterliegen der Kontrollpflicht durch gültige Gesundheitszeugnisse. Beschränkung auch bei Alkohol und Tabak. Unbedingt vor Grenzübertritt mit den gültigen Bestimmungen prüfen. Sonst wird’s nicht lustig. | |
| Vor unserer Reise überlegten wir, ob wir die vielen Visa selber einholen wollen oder nicht. Doch wir waren noch sehr mit unserem Womo beschäftig, dass wir uns entschieden die Visa durch professionelle Hand einholen zu lassen. Die Visaworld in Luzern besorgten uns die zahlreichen Visa. Dieses Büro kann ich sehr empfehlen. | |
Report 8: Durch Russland „1“
Gefahrene Strecke: Ivangorod – St. Petersburg – Moskau
JUHUI – man kann schon nichts mehr lesen – alles auf Russisch….
Nach etwa 30KM Fahrt, halten wir bei einer Tankstelle an und übernachten. Es ist morgens um 3Uhr. Alles ist dunkel und die vorbeirauschenden Autofahrer erwecken auch nicht gerade einen zuverlässigen Eindruck. Wir fallen todmüde ins Bett und schlafen sofort ein. Das war ein langer Tag.
Hallo – was ist das? Guten Morgen! Am Morgen werden wir durch Autolärm geweckt. Scheinbar haben wir unser Auto auf einer Nebenstrasse abgestellt und sind nun vorne und hinten zugeparkt worden. Autos und Traktoren kommen noch knapp an uns vorbei.
Man konnte ja schon in Estland nichts mehr richtig lesen, doch jetzt erkennt man ja kaum mehr die Buchstaben. Gut spricht unser Navi wenigstens Deutsch mit uns. Die Karte zeigt, dass wir uns St. Petersburg nähern. Auf direktem Weg fahren wir zum Camping Phlogiston St. Petersburg. Dieser liegt etwa 3Km zur nächsten Metro entfernt. Mit den öffentlichen Bussen ist das aber kein Problem…
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Auto, Taxi, Bus oder Metro?
Wie bewege ich mich in St. Petersburg am besten fort? Naja mit dem Auto wird’s eher schwieriger mit parken. Taxi kann eine Erfahrung für sich sein. Unbedingt einen Fix-Preis vorher abmachen und trau keinem Taxometer!! Am einfachsten ist Bus und Metro.
Oje unser Bus 140 ist gerade abgefahren. Wann kommt wohl der nächste? Die Tafel kann man ja nur schwer entziffern. Stimmt sie wohl? Ohh da kommt der Bus 388 angesaust. Einsteigen JA oder Nein? Wohin fährt der Bus 388? Ja schnell rein. Kaum den letzten Fuss drin, beginnt die Fahrt. Uii das ist ja ein Express-Bus. Schnell – wir überholen den Bus 140. Speedy Gonzales! Und noch ein Bus wird überhol, fast wie Formel 1. An der Busstation schnell Ein-und Aussteigen. Das Fahrgeld wird während der rasanten Fahrt (über mich ) abgerechnet. Der Fahrer hat alles voll im Griff. Yeah gewonnen – wir kommen als erste bei der Metro an! Das nächste Mal nehmen wir wieder den Bus 388 – smile…
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Die schönste Metro-Station
Du kaufst dir ein Ticket (Jeton) am Schalter oder kaufe gleich mehrere Jetons, dann musst du nächstes Mal nicht anstehen. Gleich mit den Jetons verlange ich auch noch einen U-Bahn-Plan. Die Frau am Schalter schaut uns komisch an, sie versteht kein Deutsch und kein Eng-lisch. Doch der Mann hinter uns hilft uns und erklärt alles nochmals in Russisch. Ich bin sehr überrascht, überall sind die Leute sehr hilfsbereit, freundlich und geduldig.
Wow – nur nicht nach unten schauen. Nun geht’s beinahe 70m runter in die „Katakomben“ der Metro. Es ist ca 24 Grad da unten, man kann die Jacke wieder ausziehen. Die U-Bahn fährt uns in schnell und sicher ins Zentrum Newskiy oder Spasskaya. Nach oben und die Jacke wieder anziehen. Ein kühler und frischer Wind weht durch die Stadt. Einige Metro-Stationen haben wir nun gesehen. Die Metro-Station Admiralteyskaya gefiel uns am besten…
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Wir laufen uns fast die Füsse wund. Es gibt so viel Interessantes zu sehen. Kaum drei Schritte weiter und das nächste Objekt grät in unseren Blickwinkel.
– Russisches Museum – Peter und Paul Festung
– Alexander Pushkin-Statue – Isaakkathedrale
– Blutskirche (leider gerade in Renovation) – Sommergarten
– Eremitag mit Palastplatz – Marsfeld
– FIFA-Fanfest 2018 – unzählige Statuen und Monumente und das sind nur einige Sehenswürdigkeiten in St. Petersburg!
Ein bisschen ausserhalb befinden sich noch der Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer und der Katharinenpark sowie der Palast Peterhof mit Park. Einfach wunderschön und unvergesslich…
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| Das „Marsfeld“ ist eine ungefähr 12 Hektaren grosse Parkanlage mitten in der Stadt mit grosser Vergangenheit. Erst wurden Denkmäler (Rumjanzew und Suworow) errichtet. Dann wurden die Gefallenen der Februar-Revolte 1917 in einem Massengrab beigesetzt. Das Massengrab wurde mit gewaltigen Granitblöcken bedeckt. Die Namen der Gefallenen wurden in den roten Granitstein eingemeisselt und das mitten in der Stadt. Seit 1957 brennt hier zum Gedenken die „Ewige Flamme“ und erinnert an die Toten. Seit 2007 wird immer wieder über die Verlegung des Massengrabes diskutiert. An dessen Stelle könnten Parkplätze oder Tiefgaragen entstehen. Der Park ist leider auch nicht mehr so schön, wie zu Sowjetzeiten. Damals galt er als einer der schönsten Gartenplätze in ganz Europa. Nun sieht er zunehmend verwahrlost aus. |
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Ende Mai bis Mitte Juli geht die Sonne in St. Petersburg nicht ganz unter, so dass es auch nachts hell bleibt. Der Tag hat durchschnittlich 19 Std. und längste Weisse Nacht fällt auf den 21./22.Juni. Für Nachtschwärmer ist es recht schwierig zu dieser Zeit, sich fortzubewegen. Dreizehn Newa-Brücken werden zwischen 1:30 und 5:00 hochgezogen und die Metro fährt nur bis 23:30. Viele lassen sich das besondere Schauspiel der hochgezogenen Brücken nicht entgehen. Wir harren auch aus. Brr – es ist kalt und der Wind zerzaust unsere Haare. Da muss man sich doch sehr warm anziehen. Trotzdem sind die Strassen voll mit Partygänger. Im Zentrum ist jede Kneipe voll mit jungen Leuten. Vor einigen Lokalen stehen sie sogar Schlange mit ihren hochhackigen Schuhen und kurzen Röcken. Auch die Jungs sind auffällig gekleidet. Plötzlich befinden wir uns in eine Strasse, da ist es uns nicht mehr so ganz wohl. Es ist dunkel und seltsame Gestalten stehen da rum. Schnell wenden wir uns an einen Polizist, er zeigt uns den besten Weg zur nächsten Taxi-Station. Ich glaube ich werde zum Plattfuss-Indianer.
Das besondere Erlebnis sind die Scharlachroten Segel am 23. Juni 18. Das ist eine riesengrosse Feier der Schulabsolventen. Eine aufwändig inszenierte Show mit Feuerwerk um 0:40 Uhr mit dem Höhepunkt der Nacht das Erscheinen des Scarlet Sails. Auch diese Nacht wird für uns zum Tag. Wir harren nochmals aus. Allerdings unter wärmeren Bedingungen als die Nacht davor. Dafür hat es unendlich viele Leute vom Baby bis zur Grossmutter alles ist wach und wartet auf das Feuerwerk. Heute Nacht fährt auch die U-Bahn. Gott sei Dank – keine Plattfüsse mehr, dafür brauchen wir Zahnstocher, um unsere Augen offen zu halten. Morgens um halb vier trudeln wir zum Camping zurück. Müde, jedoch mit wunderschöner Erinnerung fallen wir in unsere Betten.
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| Und weiter geht’s – unser nächstes Ziel ist Moskau. Die Strassen sind nicht gerade die Besten. Vor allem vor und auf den Brücken muss man extrem aufpassen. Manche sind OK und dann gibt’s wieder richtige Rumpelbrücken. Unser Weg führt uns durch riesengrosse Wälder. Kein Mensch oder Tier zu sehen, nicht mal ’ne Mücke. Es scheint eine sehr feuchte Region zu sein. Viele Bäume stehen im Sumpf. Ab und zu fahren wir durch kleinere Ortschaften. Die Häuser sind gut versteckt. Häufige Radar-Kontrollen erschweren und verunsichern unsere Reise. Praktisch zu jeder Ortschaft gibt’s mindestens eine Radar-Falle. An den Strassen säumen sich etliche Strassenverkäufer. Es werden Früchte, Gemüse, Tee und Fisch angeboten. Ich weiss nicht so recht, lecker sieht es ja aus, doch ist es für uns auch „sauber“ genug? Nein, wir lassen uns nicht auf Experimente ein und kaufen unsere Lebensmittel lieber im Kaufhaus ein. Dreimal sind wir Zeuge eines Unfalles geworden. Einmal hat sich ein Auto gedreht, das zweite Mal hat ein Kleinlaster die Ladung auf einen PW abgeladen und das dritte Mal stand ein LKW ohne Vorderachse da, daneben standen noch zwei komisch aussehende PKWs. |
Waldhaus
Hihi – au verwütscht! |
Diese gelbe Leitung hat zwei Funktionen zum einen kann man die Wäsche aufhängen und zum andern ist das eine Gasleitung:![]() |
In Russland gibt es auch Womo’s. Diese werden vorallem bei entlegenen Waldarbeiten eingesetzt. Sicher nicht so bequem eingerichtet wie unser Womo.![]() |
Strassenverkäufer verkaufen alles mögliche: Früchte, Gemüse, Fisch oder auch Tee![]() |
Was mich die ganze Zeit beschäftigt, sind die Strassenlampen. Weshalb wurden diese in die Luft gesetzt?![]() |
Am 25.06.18 nachmittags erreichen wir Moskau. Es ist wieder heiss. Wir fahren direkt ins Moskauer Strassen-Getümmel. Auf Anhieb haben wir die richtige Abfahrt erwischt. Nur noch wenige Meter und wir stehen mitten im Park und Camping Sokolniki. Die Bäume halten uns die Hitze fern. Schnell einchecken und parken. Also hier haben sich alle versteckt. Auf der Reise hierher sahen wir höchstens ein oder zwei andere Womo’s. So dachten wir, es gäbe nur uns 😉 – weit gefehlt. Mit unseren Fahrrädern fahren wir noch kurz zum Einkaufen.
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Gegen Abend fahren wir mit Tram und Metro in die Stadt. Am folgenden Tag laufen wir mal wieder unsere Füsse platt. Interessante Gebäude, grosse Monumente, alte Kirchen und wunderschöne Parks. Die Parks beeindrucken mich am meisten. Sie werden auch rege benutzt. Superschöne Kinderspielplätze sind darin angelegt. Gerade eben findet auf dem Roten Platz eine Militärparade statt. Gespannt schauen zig Leute der Vorführung zu. Wie wild wird fotografiert und gefilmt. Etwa 30 Minuten dauert die Parade. Anschliessend besuchen wir den Kreml, das Lenin-Mausoleum und das riesige Warenhaus GUM. Leider ergatterten wir keinen Eintritt zur Rüstkammer. Zur Zeit gibt es eine 3-wöchige Wartefrist. Schade, naja es gibt ja sonst noch einiges Interessantes zu sehen in Moskau..
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Am Nachmittag geht’s mit dem Schiff auf die Moskva. Am Abend besuchen wir wieder einige schöne Metrostationen. Vor lauter sehen und stauen erwischen wir die Metro in die falsche Richtung. Oje – bitte wenden! So können wir auf der „Rückreise“ in der richtigen Bahn den Fussballmatch der Schweiz mitverfolgen.
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Aktuell sind extrem viele Touristen in Moskau (Fussball-Fans und normale Touristen), deshalb haben wir uns entschieden, morgen den Camping zu verlassen. In der Nähe des Nationalzirkus stellen wir uns auf einen Parkplatz und am Abend besuchen wir die Vorstellung des Moskauer Nationalzirkus. Das hat sich wirklich gelohnt!
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Report 9: Durch Russland „2“
Gefahrene Strecke: Goldener Ring
| Der „Goldene Ring“ Da bin ich ja mal gespannt was es da alles zu sehen gibt. Der goldene Ring umfasst auf ca. 800km Strecke kleinere und grössere Heiligkeiten. Oh mein Gott! – mir wächst schon der Heiligenschein! Es waren religiöse oder wirtschaftli-che Zentren, reiche Handwerker- oder Kaufmannssiedlungen. Dank der günstigen Lage an der Wolga oder einem ihrer Nebenflüsse, blüh-ten sie vor allem im Mittelalter auf. Reger Handel wurde betrieben. Alle diese Kulturgüter wurden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. |
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| Sergijew Possad – UNESCO 1993 Gegründet wurde das Kloster der Dreifaltigkeit 1340. Erst baute man eine Holzkirche zu ehren des Hlg. Sergius. Die Tataren zerstörten diese anfangs 15.Jh. Dank grosszügigen Spenden konnte man die Kirche resp. Kloster aufbauen. Eine Pilgerstätte entstand. ![]() Um punkt 8Uhr stehen wir vor dem Tor. Reger betrieb herrscht hier. Ein- und Aus. Einige küssten und beteten vor jedem Bild, bereits im Eingangstor. Ein Priester geht über den Platz. Auffallend ist, dass die Priester/Pastoren lange Haare tragen. Gleich unter ihrer schwarzem Gewand schauen lässige Jeans hervor. Im Innern finden wir nicht weniger als 7 Kirchen und einen stattlichen Garten. Überall sieht man schöne Blumen. Überall auf dem Gelände findet man Gräber verschiedener Priester. ![]() |
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| Pereslawl Salesski – UNESCO1993 Gegründet wurde dieser Ort 1152. Aus dieser Zeit entstand auch die Kathedrale. Hier am Pletschejewo See liess Peter der Grosse die ersten Schiffe bauen, die ihm für seine Flotte diente. ![]() ![]() Diese Station begeisterte mich nicht…. |
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| Rostow Weliki am Nerosee Die weisse Kirche leuchtet richtig und sticht heraus. Sie liegt wunderschön am See und doch mitten im Zentrum. Rostow wird oft mit dem Rostow im Süden von Russland verwechselt. Erwähnt wurde die Stadt 862 n.Chr. Fürst Boris wurde 1015 hier ermordet. Er wurde als erster heilig gesprochen von der rus-orth. Kirche. Heute ist die Kirche bekannt für das schöne Glockenspiel. Ganze 40Min. dauerte das und begann um 12:30. Die Stadt und der See naja lässt zu wünschen übrig. Die Steine liegen schief, alles ist staubig und Unrat liegt rum. Ich denke der Ort hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Was mich allerdings störte, dass uns viele Bewohner angesprochen haben und regelrecht gebettelt haben. ![]() |
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| Jaroslaw – UNESCO 2005 Am Nachmittag erreichen wir Jaroslaw. Auf der rechten Seite sieht es ja gar nicht nach Kirche oder Kathedrale aus. Nein, Industrie pur! Gas- und Öl-Förderungen soweit das Auge reicht. Wo ist die Kirche? Nach einer Umleitung fahren wir über die Wolga. Mitten auf dem Platz steht die rote Kathedrale. Gegenüber befindet sich wieder ein riesiger Park mit Badestrand und Chilbibetrieb. Zwei Schritt weiter stehen ca 3-4 Hochzeitsgesellschaften und Stretch-Limo in Pose. Auf der Halbinsel findet ein Sportanlass statt, ein Triathlon. Auf dem kleinen Hügel steht die Maria-Entschlaf-Kathedrale mit riesigen und schweren Glocken. Ich ziehe mir ein Kopftuch über und gehe ins inneren der Kirche. Es blendet mich fast. Soviel Gold! Die ganze Wand von oben bis unten voll mit Ikonen. Die Glocken stammen aus dem ehemaligen 55 Meter hohen Glockenturm. Die Bolschewisten zerstörten die Kathedrale und den Turm. Im 2004 wurde die Kathedrale nun zum vierten Mal aufgebaut. Wir schlendern durch den Park vor der Kathedrale und stehen bald schon auf dem nächsten Platz. Alles abgesperrt, viele Polizisten und nochmehr Militär. Noch eine Militärparade mit verschiedenen Regimenten. Es sieht so aus als ob bestimmte Soldaten geehrt werden. |
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| Kostroma Wurde 1152 gegründet und ist eine der ältesten Städte im zentralen europäischen Teil Russlands. Ja sogar 5 Jahre älter als Moskau. Der Name Kostroma stammt vermutlich aus der finnisch-germanischen Sprache und heisst soviel wie Festung. Wenn man das Kloster betrachtet könnte man schon meinen man sei in einer Festung und nicht in einem Kloster. In den Türmen und Mauern gibt’s überall Schiessscharten. Das Kloster liegt direkt an der Wolga. Die Vorderseite des Klosters sieht schön und gepflegt aus, geht man jedoch um das ganze Gemäure herum sieht man doch verschiedene Stellen die eine Renovation nötig hätten. Das Kloster hat schon viel durchgemacht. Gleich neben dem Kloster befindet sich das 1960 eröffnete Freilichtmuseum für Holzbaukunst. Bis zum 18.Jh. wurden die Häuser hauptsächlich aus Holz gebaut. Mehrmals brannte die Stadt nieder. 1773 brannte die Stadt fast komplett nieder. Auf dem Susanin-Platz wurde deshalb einen Feuerwachtturm aus Stein errichtet, ebenso andere Gebäude wurden fortan aus Stein gebaut. Auch hier findet gerade das grosse Schulabschluss-Fest statt |
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| Iwanowa die Industriestadt Stopp! Jetzt ist genug mit alten Kirchen anschau-en. Wir haben bald ein Trauma davon. Aus die-sem Grund haben wir für Iwanowa entschieden ein Automuseum anzuschauen. Es ist ganz un-auffällig an einer Hauptstrasse platziert. Wir müs-sen sogar an die Türe klopfen. Ein Herr öffnet uns die Tür und meint es sei geschlossen. Wir haben ihm erklärt, dass wir aus der Schweiz kommen. Er lächelte kurz, sprach schnell etwas mit der Kas-sierfrau und liess uns ein. Eine wirklich tolle Aus-stellung. Von der Luxus-Karrosse, Militärjeep, Kombi bis zum bestens bekannten LADA. Alles vorhanden. Das hat sich wirklich gelohnt… |
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| Suzdal – UNESCO 1992 Immer noch unter Kirchentrauma schauen wir die Sehenswürdigkeiten aus der Ferne an. Ein kleines Flüsschen fliesst durch die Parkanlage des Klosters. Auf der gegenüberliegenden Seite ragt die alte Holzkirche raus. Am Flüsschen spielen die Kinder, die Eltern füttern die Enten und 10 Meter flussaufwärts wird gebadet. Über den Weg hinauf gelangen wir zur Katherdrale. Links und rechts der Strasse sind kleine Läden positioniert und am Strassenrand stehen geduldig die Kutscher. Wir flanieren durch die Strasse. Etwa 30 Meter vor die Strasse in die Hauptstrasse kommt, befindet sich das Wachsfigurenkabinett. Wir lassen uns von der Vergangheit einholen. Vielen bekannten Persönlichkeiten begegnen wir. Die Figuren sind in jeweils 4 Räume auf 2 Etagen aufgestellt. Solltest du auch keine Lust auf soviel Kirchen haben, kann ich dir das Wachsfigurenkabinett empfehlen. Am nächsten Tag wollen wir uns auf dem Camping Susdal erholen und unsere Wäsche waschen. Doch weit gefehlt. Der Platz scheint verlassen zu sein und überall türmen sich die Abfallberge. Wir sind total überrascht, denn überall habe ich nur Positives gelesen von dem 5 Sterne – Camping.. Kurzer Eintscheid: wir fahren weiter.. |
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| Wladimir – UNESCO 1992 Links rechts und nochmals links führt die Strasse in Wladimir hinauf zum Golden Gate. Wenn die Sonne richtig hineinschein leuchtet die Innenseite des Tores richtig golden. Das Golden Gate wurde 1992 zum UNESCO Kulturerbe ernannt. Es sind die Überreste des alten Stadttores des damaligen Schlosses. Unweit des Goldenen Tores, gibt es einen herrlichen Aussichtspunkt. Man sieht über die ganze Stadt. Mitten in diesem Aussichtspunkt steht das Symbol der Kirsche. Ich fragte mich, welche Geschichte da wohl dahinter steckt. Im 16. Jh. wurde die Kirsche eingeführt und heimisch. In den patriachalischen Gärten wachsen 5 verschieden Sorten Kirschen. Das Symbol steht für die zur Blütezeit schneeweissen Kirschgärten in Wladimir. |
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| Nun verlassen wir den Goldenen Ring und fahren weiter ostwärts. Allmählich ändert sich die Landschaft und Vegetation. Die grossen Wälder verschwinden und ab Moskau begegnen wir immer öfters offenem Land mit Anbau. Die Kornkammer Russland beginnt… |












































































Kurzer Eintscheid: wir fahren weiter..











